Erhöhung der Langzeitzuverlässigkeit
Mit Forderungen zur Erhöhung der Langzeitzuverlässigkeit der Schaltungsträger sieht sich die Leiterplatttenbranche spätestens seit der Verschärfung der Einsatzbedingungen (z.B. Temperatur, Vibration) im Automobil und der einhergehenden Anhebung der Laufleistung der Kraftfahrzeuge konfrontiert. Aber auch andere Industriebereiche wie die Avionik, Medizintechnik und Industrieelektronik folgen mittlerweile diesem Trend. Im Focus steht hierbei die thermo-mechanischen Belastbarkeit der Durchkontaktierung.
Die KSG Leiterplatten GmbH stellt sich dieser Entwicklung, in dem sie neben der aktiven Mitarbeit in den Fachkreisen des ZVEI/VdL (z. B. Arbeitsgruppe „Zyklenfähigkeit/ TW-Test“) auch ihre Entwicklungstätigkeit in einer Vielzahl von Projekten auf die Anpassung der Fertigungsprozesse und der eingesetzten Materialien in Zusammenarbeit mit der Zulieferindustrie ausrichtet. Im Ergebnis dieser Projekte sollen die komplexen Zusammenhänge zwischen dem Ermüdungsverhalten der Durchkontaktierung und den Herstellungstechnologien/ Prozessparametern bzw. eingesetzten Materialien erkannt und Ableitungen zur Prozessverbesserung getroffen werden.
Begleitet wird dieser Prozess durch eine kontinuierliche Erweiterung des messtechnischen Equipments unseres Zuverlässigkeitslabors. Mit dem Abschluss des vom BMWi geförderten Projektes „Kontakt“ steht hier ein Online-Widerstandsmessplatz zur Detektierung von Hülsenschädigungen unter Temperaturwechselbeanspruchung mit einer Detektionsschwelle < 3 % zur Verfügung. Nach Abschluss der laufenden Untersuchungen können dann erstmalig fundierte Prognosen zur Lebensdauer einer Leiterplatte unter Berücksichtigung der eingesetzten Technologie und Materialien getroffen werden.


